Mit Interozeption zu mehr Wohlbefinden: Wie die „Innenschau“ deine Balance verbessern kann
Mit Interozeption zu mehr Wohlbefinden: Wie die „Innenschau“ deine Balance verbessern kann
Wir alle wissen, wie wichtig die Orientierung nach außen, also im Raum, ist. Könnten wir uns im Äußeren nicht zurechtfinden, wären wir nicht lebensfähig. Doch wie sieht es mit dem Blick nach innen aus?
Tatsächlich rückt die Interozeption seit einiger Zeit zunehmend in den Fokus der Wissenschaft. Dabei geht es um weitaus mehr als „ein bisschen in sich hineinspüren“. Vielmehr bezeichnet Interozeption die Wahrnehmung innerorganismischer Prozesse. Diese umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Vorgänge, etwa die Wahrnehmung von stärker spürbaren Bewegungen im Körperinneren (z. B. Herzschlag und Darmbewegungen) sowie Empfindungen wie Atemnot und Schmerz. Andere Prozesse verlaufen dagegen eher stumm, wie zum Beispiel Blutdruckveränderungen.
Doch warum ist die Interozeption eigentlich so wichtig? In dem kürzlich veröffentlichten Fachbuch „Interoception and mental health, in: Interoception: A Comprehensive Guide“ erklären die Autoren, warum die Interozeption für die menschliche Gesundheit eine derart essentielle Rolle spielt. Die Wissenschaftler betonen, dass die Interozeption zentral ist, wenn es darum geht, das physiologische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Kommt es zu Störungen oder Unterbrechungen, spüren wir die Folgen schnell. Tatsächlich lassen sich die negativen Auswirkungen sogar bei zahlreichen psychischen Erkrankungen beobachten. Die Wissenschaftler folgern daraus, dass ein besseres Verständnis der Interozeption dazu beitragen kann, diese Erkrankungen in Zukunft besser zu diagnostizieren, sie zu behandeln und ihnen vorzubeugen.
Der regelmäßige Blick nach innen und eine bewusste Wahrnehmung lohnen sich jedoch auch fern von allen Beschwerden und Erkrankungen. Das gilt nicht zuletzt dann, wenn wir gestresst sind. Vor allem dann, wenn solche Stressphasen länger anhalten, gewöhnen wir uns so sehr an Phänomene wie Verspannungen, Schmerz oder ein Gefühl der Enge, dass wir sie im Alltag gar nicht mehr wahrnehmen und sie gewissermaßen zu unserem „new normal“ werden.
Das EMOTIONAL MOVEMENT Training von MINDZMOVE unterstützt dich dabei, aus diesem festgefahrenen Blickwinkel auszubrechen und eröffnet dir eine ganz neue Perspektive auf deinen Körper: Die Übungen an den Geräten erlaubt es dir, dich vollkommen auf dich und den Moment zu konzentrieren. So gelingt es dir, den Stress-Autopiloten abzuschalten und zu einer ganzheitlichen Balance zu finden.
(1) Dahme, B., Ritz, T., von Leupoldt, A., 2021. Interozeption im Dorsch Lexikon der Psychologie.
(2) Khalsa, S.S., Verdonk, C., 2024. Interoception and mental health, in: Interoception: A Comprehensive Guide. Springer Nature Switzerland AG, Cham, Switzerland, pp. 265–316. https://doi.org/10.1007/978-3-031-68521-7_9