Abschalten! Warum du für Kurzauszeiten dein Handy weglegen solltest
Abschalten! Warum du für Kurzauszeiten dein Handy weglegen solltest
Jeder von uns weiß aus eigener Erfahrung, dass es schlichtweg nicht möglich ist, über Stunden hinweg konzentriert durchzuarbeiten. Bei den meisten ist spätestens nach einer Stunde intensiver kognitiver Arbeit Schluss und der Kopf braucht eine Auszeit. In einem solchen Moment ist es eine gute Idee, eine bewusste Unterbrechung zu machen. Bereits Pausen von wenigen Minuten können dazu beitragen, dass du im Anschluss wieder konzentrierter und leistungsfähiger bist.
Was du dabei allerdings vermeiden solltest: den Blick aufs Handy. Das gilt vor allem dann, wenn du zuvor Aufgaben erledigt hast, die dich geistig gefordert haben. Um diesen Zusammenhang zu demonstrieren, führten Forscher der US-amerikanischen Rutgers Business School ein Experiment durch. Die Ergebnisse veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Journal of Behavioral Addictions. (1)
Für das Experiment erhielten 414 Teilnehmer eine Denkaufgabe, die sie lösen sollten. Die Forscher unterteilten die Probanden dafür in vier Gruppen. Nach der Hälfte der Zeit bekamen drei Gruppen eine kurze Pause. Während dieser Zeit sollten sie eine fiktive Einkaufsliste erstellen – eine Aufgabe, die im Alltag sehr häufig vorkommt und die viele in ihren Kurzpausen erledigen. Die vierte Gruppe musste dagegen durcharbeiten. Das überraschende Ergebnis: Die Gruppe, die die die Einkaufsliste mit Hilfe ihres Handys erstellt hatte, schnitt in der zweiten Hälfte des Tests schlechter ab.
Die meisten von uns dürften ähnliche Erfahrungen ganz ohne Studien und wissenschaftliche Untersuchungen bereits im eigenen Alltag gemacht haben. Vor allem dann, wenn du viel vor dem Bildschirm sitzt, ist es besonders erholsam, bei Zwischenpausen auf einen bewussten Kontrast zu setzen und etwas komplett Nicht-Elektronisches zu tun. Das kann bedeuten, für einen Moment aufzustehen, sich etwas zu dehnen, eine Tasse Tee oder Kaffee zu trinken oder einen Blick aus dem Fenster nach draußen in die Natur zu werfen.
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(1) Kang, S., Kurtzberg, T.R., 2019. Reach for your cell phone at your own risk: The cognitive costs of media choice for breaks. Journal of Behavioral Addictions 8, 395–403. https://doi.org/10.1556/2006.8.2019.21